Herren

European Championship 2010
Spielbericht - Day 3: Frankreich - Großbritannien

Dienstag, 27. Juli 2010 - 16:00 Uhr

Frankreich Großbritannien
Frankreich
Großbritannien
7
0
15
0
7
0
21
0
50
0

Stadion Wetzlar
Zuschauer:
400

Scoring:

7 : 0M.Soumah - 40 Yard Pass von M.Sprauel (PAT B.Nekili)
10 : 0B.Nekili - 32 Yard Field Goal
13 : 0B.Nekili - 21 Yard Field Goal
15 : 0Safety
22 : 0J.Rabot - 24 Yard Pass von M.Sprauel (PAT B.Nekili)
29 : 0J.Rabot - 20 Yard Pass von M.Sprauel (PAT B.Nekili)
36 : 0M.Mayindou - 3 Yard Lauf (PAT B.Nekili)
43 : 0Y.Fattorini - 43 Yard Interception Return (PAT B.Nekili)
50 : 0M.Mayindou - 1 Yard Lauf (PAT B.Nekili)

Bericht:
Geschrieben von Matthias Saisch
#88 WR Marc-Angelo Soumah auf dem Weg zum Touchdown


#10 WR Clive Palumbo läuft Richtung First Down


#12 QB Paul Durand geht selbst


#22 WR Adrien Ortu wird gestoppt

© aller Bilder - Frauke Ballin
In einem von Beginn an einseitigem Spiel unterliegt Großbritannien Frankreich mehr als deutlich mit 50:0. Großbritannien hatte zu keiner Zeit des Spiels eine Chance und bekamen von den Franzosen eindrucksvoll Ihre zahlreichen Schwächen aufgezeigt.

Bereits nach knapp 6 Minuten brach Frankreich mit einem sehenswerten Pass von Max Sprauel  auf Marc-Angelo Soumah aus 40 Yard den seit Sonntag bestehenden Knoten im Offensivspiel und legte danach ein fulminates Offensivspiel aufs Spielfeld.

Wie aus einem Guss spielte das Team der Tri-color und war im Vergleich zum Spiel gegen Schweden kaum wieder zu erkennen. Zwei Field Goals aus 32 und 21 Yard Distanz bringen sie im zweiten Quarter, zu einer zu diesem Zeitpunkt schon hoch verdienten 13:0 Führung.

Ganz anders die Briten. Kaum eine gelungene Offensivaktion und wenn einmal was klappte, dann war Jermaine Allen beteiligt.  Zur Halbzeit hatte Allen 43 Yard Raumgewinn, während der Rest seines Teams 48 Yard Raumgewinn einfuhr. Letztere entstanden vollständig  Sekunden vor der Halbzeit durch zwei lange Pässe. Davor hatte der Rest des Teams zeitweise sogar knapp 20 Yard Raumverlust. Nur 5 First Downs standen bei den Briten zur Halbzeit auf dem Konto. Bezeichnender Weise resultierten drei davon aus Strafen gegen Frankreich. Ein Safety, nach einem zu hohen Snap bei einem Punt aus der eigenen Endzone brachte knapp 2 Minuten vor der Pause dann auch noch das 15:0.

Nachdem Frankreich die verbleibende Zeit zur Halbzeit noch wie im Rausch nutzte und durch einen 24 Yard Pass auf Jérémy Rabot den Spielstand noch auf 22:0 erhöhte, schien das Spiel eigentlich schon zur Halbzeit entschieden.

Nach der Halbzeit änderte sich daran wenig. Frankreich zuerst in Ballbesitz erhöhte schon nach etwas mehr als einer Minute durch Pass auf Rabot auf 29:0. Danach schalteten sie merklich einige Gänge zurück und verwalteten das Ergebnis erfolgreich. Zu einfallslos und zu schwach waren die Briten, die zu keiner Zeit in der zweiten Halbzeit auch nur ansatzweise in Punktereichweite kamen.

Frankreich baute die Führung mit lockerem Spiel im letzten Quarter durch einen Lauf von Mayindou, einen Interception Return von Fattorini und einen weiteren Lauf von Mayindou noch zum 50:0 Endstand aus.

Warum die Briten zu diesem Turnier überhaupt antraten ist ein absolutes Rätzel, denn A-Pool Niveau war das nie und nimmer. Obwohl körperlich gleichwertig konnten sie aufgrund riesiger technischer Mängel in keinster Weise mithalten. Was das Team in der vergangenen Woche im Trainingslager machte, wird sich uns wohl nicht mehr erschließen. Die Inseleuropäer liefen phasenweise wie ein Hühnerhaufen über das Feld. Die Franzosen mussten sich letztendlich gegen eine nicht existente Passverteidigung kaum ins Zeug legen und konnten das Ding ganz locker nach Hause spielen.

Die briten waren von der deutlichen Niederlage mehr als überrascht. Fast das gleiche Team konnte im vergangenen Jahr Schweden bei einem Dreinationenturnier deutlich schlagen. „Wir waren hier her gekommen um ins Finale einzuziehen“, so Defense Coordinator Steven Collins nach dem Spiel.A

Eine Randnotiz noch zum Schluss: Die Briten spielten in den Ersatzhelmen der Schweden. Der britische Verband hatte sich entschlossen, die Spieler nach einer in den USA üblichen Auswahl-Tradition in den eigenen Vereinshelmen spielen zu lassen was sie kurz vor Spielbeginn überraschend verboten bekamen. Die Kooperation der Schweden verhinderte einen Skandal.

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